8 Dreißigſtes Kapitel.
den Verhältniſſen nicht anbequemen ließen. Eine reinliche Stube, eine Schüſſel warmes Eſſen auf den Tiſch, und eine Flaſche nicht abſolut giftigen Wein, das iſt Alles, was ich heute Abend brauche. Aber ich bedarf es ſehr nothwendig ohne die Unbequemlichkeit, einen Zoll weiter darnach zu ge⸗ hen, als es nöthig iſt.“
„Es iſt da“, ſagte Mr. Flintwinch mit mehr als ſeiner gewöhnlichen Ueberlegung, als er auf einen Augenblick den glänzenden Augen des Mr. Blandois begegnete, welche ruhelos herumfuhren,„es iſt da ein Kaffeehaus und Gaſthof gleich hier nebenan, welches ich ſoweit empfehlen kann, aber es iſt nichts nach der Mode daran.“
„Ich laſſe Mode Mode ſein“, ſagte Mr. Blandois mit einer entſprechenden Handbewegung.„Geben Sie mir die Ehre, mir das Haus zu zeigen und mich dort einzuführen (wenn das nicht zu viel Unbequemlichkeit macht) und ich werde Ihnen unendlich verbunden ſein.“
Mr. Flintwinch ſah hierauf nach ſeinem Hute und leuch⸗ tete Mr. Blandois wieder über das Vorhaus. Als er die Kerze auf einen Sims ſtellte, wo das dunkle alte Getäfel faſt als Löſchhorn für dieſelbe diente, überlegte er ſich, ob es nicht gerathen ſei, hinaufzugehen und der Kranken zu mel⸗ den, daß er keine fünf Minuten abweſend ſein werde.
„Haben Sie die Güte“, ſagte der Beſucher, als er dies ſagte,„meine Viſitenkarte abzugeben. Haben Sie die Freund⸗ lichkeit hinzuzufügen, daß ich mich glücklich ſchätzen werde, Mrs. Clennam meine Aufwartung zu machen, ihr perſönlich
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