Das Wort eines Gentleman. 7
— erlauben Sie, daß ich mich entſchuldige— daß ich mich ſo zur Unzeit vorſtellte und die verehrte Dame in Furcht ſetzte— nein, beiläufig, Sie ſagten, nicht in Furcht ſetzte, erlauben Sie, daß ich mich abermals entſchuldige— daß ich alſo Mrs. Clennam in ihrem Krankenzimmer oben ſtörte.“
Großthun und die Miene berechtigter Herablaſſung thun ſo viel, daß Mr. Flintwinch bereits begonnen hatte, ihn für einen äußerſt vornehmen Herrn zu halten. Auf Grund deſſen nicht nachgiebiger gegen ihn, kratzte er ſich am Kinn und fragte, was er die Ehre haben könnte, für Mr. Blandois heute Abend zu thun, wo die Geſchäftsſtunden vorbei ſeien?
„Meiner Treu!“ erwiderte dieſer Herr, indem er ſeine mit dem Mantel bedeckten Schultern in die Höhe zog,„ich muß die Wäſche wechſeln und eſſen und trinken und irgendwo unter Dach und Fach kommen. Haben Sie die Freundlich⸗ keit, mir, einem vollkommenen Fremden, zu rathen, wo, und Geld iſt bis morgen eine Sache, um die ſich's durchaus nicht handelt. Je näher der Ort, deſto beſſer. In der nächſten Thür, wenn es nicht anders geht.“
Mr. Flintwinch begann langſam:„Für einen Herrn von Ihren Gewohnheiten befindet ſich in dieſer Gegend kein Hotel“— als Mr. Blandois ihn unterbrach.
„O laſſen Sie meine Gewohnheiten, mein lieber Herr“, er ſchnalzte dabei mit den Fingern.„Ein Weltbürger hat keine Gewohnheiten. Das bin ich in meiner einfachen Weiſe, ein Gentleman, beim Himmel! Ich will es nicht leugnen, aber ich habe keine Vorurtheile, keine Gewohnheiten, die ſich


