Teil eines Werkes 
4. Th. (1856)
Entstehung
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Mrs. Flintwinch fährt fort zu träumen. 153

ſehen wünſchen, ſo wiſſen ſie, daß ich hier bin, ſie zu em⸗ pfangen. Sie haben es nicht nöthig, ſich mit Sendboten zu bemühen. Sie ſelbſt brauchen ſich nicht damit zu bemühen, daß Sie herkommen.

Nicht die mindeſte Bemühung, Madame, ſagte Mr. Pancks.Sie ſehen wirklich ungemein gut aus, Madame.

Danke Ihnen. Guten Abend.

Die Entlaſſung und der geradewegs nach der Thür zei⸗ gende Finger, der ſie begleitete, war ſo kurz und direct, daß Mr. Pancks keinen Weg ſah, ſeinen Beſuch zu verlängern. Er ſtrich ſich das Haar mit dem heiterſten Geſichtsausdruck in die Höhe, warf noch einen Blick auf die kleine Geſtalt, ſagte:Guten Abend, Madame; kommen Sie nicht mit hin⸗ unter, Mrs. Affery, ich kenne den Weg nach der Thür, und dampfte hinaus. Mrs. Clennam folgte ihm, indem ſie ihr Kinn auf ihrer Hand ruhen ließ, mit aufmerkſamen Blicken, in denen ſich ein finſteres Mißtrauen ſpiegelte, und Affery ſtand da und blickte ſie an, als ob ſie von einem Zauber ge⸗ feſſelt wäre.

Langſam und nachdenklich wendeten ſich die Augen von der Thür, durch welche Pancks hinausgegangen war, auf Klein Dorrit, die ſich von dem Teppich erhob. Indem ihr Kinn ſchwerer in ihre Hand ſank, ſaß die kranke Frau da und blickte ſie mit wachſamen und lauernden Blicken an, bis ſie ihre Aufmerkſamkeit auf ſich zog. Klein Dorrit erröthete unter ſolch einem Blicke und ſah zu Boden. Mrs. Clennam ſtarrte ſie immer noch an.