Teil eines Werkes 
4. Th. (1856)
Entstehung
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Achtundzwanzigſtes Kapitel.

nicht ertragen, daß irgend eine Wolke zwiſchen uns bleibt. Wenn Sie mir irgend Etwas zu vergeben haben(nicht, daß es Etwas wäre, was ich mit Willen gethan, ſondern ich meine jeden Schmerz, den ich Ihnen gemacht, ohne es zu wollen, oder ohne die Macht gehabt zu haben, ihn zu verhüten) ſo vergeben Sie mir es heute Abend mit ihrem edlen Herzen!

Er beugte ſich nieder, um dem ſchuldloſen Antlitze zu be⸗ gegnen, das dem ſeinen begegnete, ohne zurückzuweichen.

Er küßte es und antwortete, der Himmel wiſſe, daß er ihr nichts zu vergeben habe. Als er ſich niederbeugte, um dem unſchuldigen Antlitze noch einmal zu begegnen, flüſterte ſie:Leben Sie wohl! und er wiederholte es. Es hieß dies Abſchied nehmen von allen ſeinen alten Hoffnungen von allen alten ruheloſen Zweifeln, die Niemand gehegt. Sie kamen im nächſten Augenblicke aus der Allee, Arm in Arm, wie ſie dieſelbe betreten hatten, und die Bäume ſchienen ſich hinter ihnen in der Dunkelheit zu ſchließen, wie ihre eigenen Ausſichten in die Vergangenheit.

Die Stimmen von Mr. und Mrs. Meagles und Mr. Doyce waren augenblicklich hörbar, indem ſie in der Nähe der Gar⸗ tenthür ſprachen. Als Clennam Pets Namen erwähnen hörte, rief erſie iſt hier bei mir! Man wunderte ſich ein wenig und lachte ein wenig, bis ſie zu ihnen hinkamen, aber ſobald ſie Alle zuſammen gekommen waren, hörte es auf und Pet ſchlich ſich davon.

Mr. Meagles, Doyce und Clennam wandelten ohne zu ſprechen einige Minuten am Ufer des Fluſſes im Scheine des