Teil eines Werkes 
4. Th. (1856)
Entstehung
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Niemands Verſchwinden. 143

wenn Sie mich nach meiner freien Wahl aus demſelben ge⸗ hen ſehen, aber ich liebe es doch ſo innig.

Ich bin deſſen gewiß, ſagte Clennam.Können Sie glauben, daß ich daran zweifle?

Nein, nein. Aber es erſcheint mir ſelbſt ſonderbar, daß ich, die ich es ſo liebe und in ihm ſo geliebt bin, ertragen kann, es von mir zu ſtoßen. Es ſcheint eine ſolche Vernach⸗ läſſigung desſelben, eine ſolche Undankbarkeit zu ſein.

Mein liebes Mädchen, ſagte Clennam,es iſt das der naturgemäße Gang und Wechſel der Zeit. Jedes Eltern⸗ haus wird einmal ſo verlaſſen.

Ja, ich weiß es, aber nicht jedes Elternhaus wird mit einer ſolchen Lücke verlaſſen, wie ſie in meinem fühlbar ſein wird, wenn ich fort bin. Nicht, daß Mangel an viel beſſern und liebenswerthern und begabtern Mädchen als ich wäre, nicht daß an mir viel iſt, ſondern weil ſie ſo viel von mir gehalten haben.

Pets liebevolles Herz war übervoll und ſie ſchluchzte, während ſie ſich ausmalte, was geſchehen würde.

Ich weiß, was Papa zuerſt für eine Veränderung füh⸗ len wird, und ich weiß, daß ich ihm zuerſt durchaus nicht das ſein kann, was ich ihm ſo viele Jahre geweſen bin. Und dann, Mr. Clennam, dann mehr als zu jeder andern Zeit, bitte ich Sie inſtändig, ſich ſeiner zu erinnern und ihm Geſellſchaft zu leiſten, wenn Sie ein wenig Zeit übrig ha⸗ ben, und ihm zu ſagen, daß ich ihn mehr liebte als jemals in meinem Leben, als ich ihn verließ. Denn es gibt Nie⸗