152 Zweiundzwanzigſtes Kapitel.
„Miß Dorrit iſt's, was unſerm John fehlt, Sir; es bricht⸗ ihm das Herz um ſie, und ich wollte mir die Freiheit nehmen, zu fragen, wie es bei ſeinen Eltern wieder gut gemacht wer⸗ den kann, wenn es ihm bricht.“
Mrs. Chivery, die eine Frau von behaglichem Ausſehen und in Horſemonger Lane wegen ihrer gefühlvollen Art und Unterhaltung ſehr geachtet war, hielte dieſe Rede mit trotziger Faſſung und begann gleich darauf wieder den Kopf zu ſchüt⸗ teln und ſich die Augen zu trocknen.
„Sir,“ ſagte ſie fortfahrend,„Sie ſind bekannt mit der Familie und haben ſich intereſſirt für die Familie und beſitzen Einfluß auf die Famile. Wenn Sie Ausſichten eröffnen kön⸗ nen, die darauf gehen, zwei junge Leute glücklich zu machen, ſo laſſen Sie mich Sie um unſres Johns willen und um Beider willen bitten, es zu thun.“
„Ich bin ſo gewohnt geweſen,“ erwiderte Arthur in Ver⸗ legenheit,„während der kurzen Zeit, die ich ſie kenne, Klein — ich bin ſo gewohnt geweſen, Miß Dorrit in einem durch⸗ aus andern Lichte zu betrachten, als in welchem Sie mir ſie darſtellen, daß Sie mich ganz überraſchen. Kennt ſie denn Ihren Sohn?“
„Zuſammen auferzogen, Sir,“ ſagte Mrs. Chivery. „Spielgenoſſen geweſen.“
„Kennt ſie Ihren Sohn als ihren Bewunderer?“
„O du lieber Himmel, Sir,“ ſagte Mrs. Chivery mit einer Art triumphirendem Zittern,„ſie hätte ihn des Sonn⸗ tags nie haben ſehen können ohne zu wiſſen, daß er das


