Teil eines Werkes 
3. Th. (1856)
Entstehung
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Eine Räthſelfrage. 151

Sie können ihn jetzt gleich ſehen, ſagte ſie,wenn ſie die Herablaſſung haben wollen, hierdurchzugucken.

Mit dieſen geheimnißvollen Worten ging ſie dem Be⸗ ſucher in ein kleines Zimmer hinter dem Laden voraus, aus welchem man durch ein kleines Fenſter einen ſehr kleinen dunkeln Hinterhof überſah. In dieſem Hofe verſuchten(aus Mangel an Luft vergeblich) etliche eben gewaſchene Betttücher und Tiſchtücher auf einigen Leinen trocken zu werden, und unter dieſen ſchlaff herabhängenden Gegenſtänden ſaß in einem Stuhle, gleich dem letzten Matroſen, der auf dem Deck eines feuchten Schiffs am Leben geblieben iſt, ohne die Kraft zum Aufſpannen der Segel zu haben, ein kleiner in Gram ver⸗ ſunkener junger Mann.

Unſer John, ſagte Mrs. Chivery.

Um ſeine Theilnahme zu zeigen, fragte Clennam, was er wol da triebe.

Das iſt die einzige Veränderung, zu der er ſich bequemt, ſagte Mrs. Chivery, wieder den Kopf ſchüttelnd.Er mag nicht ausgehen, nicht einmal in den Hinterhof, wenn keine Wäſche da hängt; aber wenn Wäſche dort iſt, welche die Augen der Nachbarn verhindert ihn zu ſehen, ſo pflegt er dort ſtundenlang zu ſitzen. Ja wol ſtundenlang. Sagt, es wäre ihm zu Muthe, als ob es ein Wäldchen wäre. Mrs. Chivery ſchüttelte abermals ihren Kopf, hielt in der Weiſe von Müttern ihre Schürze vor die Augen und führte ihren Beſuch in die Regionen des Geſchäfts zurück.

Nehmen Sie gefälligſt Platz, Sir, ſagte Mrs. Chivery.