148 Zweiundzwanzigſtes Kapitel.
ſchung, hervorgerufen durch die Entdeckung, daß Mr. Clennam kaum jenes Zartgefühl beſäße, welches er ihm mit dem ihm angeborenen Vertrauen zuzuſchreiben geneigt geweſen, begann das Gemüth des Vaters in Betreff dieſes Herrn zu umdüſtern. Der Vater ging ſo weit, daß er in ſeinem innern Familien⸗ kreiſe ſagte, er fürchte, Mr. Clennam ſei nicht ein Mann von hohem Streben. Er freue ſich, bemerkte er, in ſeiner öffent⸗ lichen Eigenſchaft als Führer und Vertreter des Collegs, Mr. Clennam zu empfangen, wenn er verſpräche, ihm ſeine Achtung zu bezeigen, aber er fände nicht, daß er perſönlich mit ihm weiter käme. Es ſcheine ihm etwas, er wüßte nicht was, zu mangeln. Wie dem aber auch war, der Vater verfehlte nicht, ihm äußerlich alle mögliche Höflichkeit zu beweiſen, ja er ehrte ihn ſogar mit vieler Aufmerkſamkeit, indem er viel⸗ leicht die Hoffnung hegte, daß es, obwol er kein Mann von hinreichend glänzender Freigebigkeit ſei, um ſeinen frühern Achtungsbeweis unaufgefordert zu wiederholen, doch vielleicht innerhalb der Grenzen ſeiner Natur liege, ſich als willfähriger Herr zu zeigen, wenn ihm ein dahin zielender Brief zuginge. In der dreifachen Eigenſchaft, als Herr von draußen, der in der Nacht ſeines erſten Erſcheinens eingeſchloſſen worden, als Herr von draußen, welcher ſich nach den Angelegenheiten des Vaters des Marſhalſea erkundigt und die ſtaunenswürdige Idee gehabt ihn zu befreien, und als der Herr von draußen, der für das Kind des Marſhalſea Theilnahme fühlte, wurde Clennam bald ein Beſuch von Auszeichnung. Er war nicht erſtaunt über die Aufmerkſamkeiten, die Mr. Chivery ihm be⸗
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