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Eine Räthſelfrage. 149
wies, wenn er den Schlüſſel führte; denn er machte geringen Unterſchied zwiſchen der Höflichkeit Mr. Chivery's und der von andern Schließern. Es war an einem beſonderen Nach⸗ mittage, wo Mr. Chivery ihn plötzlich überraſchte und in kühnem Relief aus der Reihe ſeiner Gefährten hervortrat.
Mr. Chivery hatte durch eine ſchlaue Ausübung ſeiner Machtvollkommenheit, die Loge zu reinigen, es ſo einzurichten gewußt, daß er alle darin herumlungernden Collegen hinaus⸗ gebracht hatte, damit Clennam, wenn er aus dem Gefängniß käme, ihn allein auf ſeinem Poſten fände..
(Heimlich)„Bitte um Verzeihung Sir,“ ſagte Mr. Chi⸗ very leiſe,„aber welchen Weg werden ſie wol gehen?“
„Ich werde über die Brücke gehen.“ Er erblickte in Mr. Chivery mit einigem Staunen eine vollkommene Statue des Schweigens, indem er den Schlüſſel auf die Lippen haltend vor ihm ſtand.
(Heimlich)„Ich bitte nochmals um Verzeihung,“ ſagte Mr. Chivery,„aber wäre es Ihnen wol möglich, den Um⸗ weg über Horſemonger Lane zu machen? Könnten Sie wol Zeit finden, bei dieſer Adreſſe einmal vorzuſprechen?“ Damit händigte er ihm eine kleine Karte ein, die zum Zwecke der Circulation unter den Kunden von Chivery und Co. Tabaks⸗ händlern, Importeuren von echten Havannaheigarren, Ben⸗ gal⸗Cheroots, und wohlriechenden Cubas, Händlern mit Mode⸗Schnupftabaken u. ſ. w. u. ſ. w. gedruckt war.
(Heimlich)„Es iſt kein Tabaksgeſchäft,“ ſagte Mr. Chi⸗ very.„Die Sache iſt die,'s iſt meine Frau. Sie möchte


