Teil eines Werkes 
3. Th. (1856)
Entstehung
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Einundzwanzigſtes Kapitel.

faches Mittel der Beachtung eines ſo tiefgelehrten Kenners der großen Heilkunſt zu empfehlen, wollte er ſich doch die Frage erlauben, ob die durch ſchwierige Berechnungen geſtörte Har⸗ monie, ob die Stimmung des Gemüths nicht(um in populärer Weiſe zu ſprechen) durch ein mildes und doch zugleich kräf⸗ tiges Reizmittel zu ihrem rechten Tone zurückzubringen ſei. Ja, ſagte der Arzt.Sie haben Beide Recht. Aber ich darf Ihnen zugleich ſagen, wie ich nicht finden kann, daß Mr. Merdle überhaupt etwas fehlt. Er hat die Leibesbeſchaffen⸗ heit eines Rhinoceros, die Verdauung eines Straußen und die Concentration einer Auſter. Was die Nerven betrifft, ſo iſt Mr. Merdle von kühlem Temperament und kein reizbarer Mann, iſt ungefähr ſo unverwundbar, möchte ich ſagen, wie Achil⸗ les. Wie ſolch ein Mann ſich ohne Grund für unwohl halten ſollte, mögen Sie als ſeltſam betrachten. Aber ich habe nichts Unrechtes an ihm finden können. Möglich, daß er ein tief⸗ ſitzendes verborgenes Uebel hat. Ich kann es nicht ſagen. Ich ſage nur, daß ich es bis jetzt noch nicht herausgefunden habe. Es war kein Schatten von Mr. Merdle's Uebel auf dem Buſen, der jetzt mit vielen ähnlichen ſtolzen Juwelenkiſſen um die Wette koſtbarer Steine funkeln ließ; es war kein Schatten von Mr. Merdle's Uebel auf dem jungen Sparkler, der in den Zimmern umherſchwebte und in ſeiner Monomanie nach einer hinreichend unwählbaren jungen Dame ſuchte, die keinen Un⸗ ſinn an ſich hätte; es war kein Schatten von Mr. Merdle's Uebel auf dem Barnacles und Stiltſtalkings, von denen ganze

Colonien zugegen waren, oder auf irgend Jemand von der

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