Teil eines Werkes 
3. Th. (1856)
Entstehung
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Mr. Merdle's Uebel. 145

Gut! erwiderte er.Ich will morgen, wenn ich vorbei⸗ fahre, kommen.

Der advocatoriſche und der biſchöfliche Magnat hatten dieſem kurzen Zwiegeſpräch beigewohnt und als Mr. Merdle von dem Gedränge fortgeſchoben wurde, machten ſie ihre Be⸗ merkungen über daſſelbe gegen den Arzt. Der Advocat ſagte, daß es einen gewiſſen Punkt geiſtiger Anſpannung gäbe, über den Niemand hinausgehen könnte, daß dieſer Punkt ſich nach den verſchiedenen Gehirnbildungen und Eigenthümlichkeiten der Leibesbeſchaffenheit verſchieden ſtellte, wie er an mehreren ſeiner gelehrten Collegen zu bemerken Gelegenheit gehabt; würde aber der Punkt, bis zu dem die Natur aushielte, um die Breite einer Linie überſchritten, ſo folgten Abſpannung und Störung der Verdauung. Er wolle nicht in die geheiligten Geheimniſſe der Medicin eindringen, aber er glaube jetzt(dies ſagte er mit dem Geſchwornengerichts⸗Bückling und einem Griff nach dem gewinnenden Augenglas), daß dies mit Merdle der Fall ſei. Der Biſchof ſagte, daß er, als er jung geweſen und damals auf nur kurze Zeit in die Gewohnheit verfallen ſei, ſeine Predigt am Sonnabend niederzuſchreiben, eine Gewohn⸗ heit, welche alle jungen Söhne der Kirche eifrig vermeiden ſoll⸗ ten, häufig eine Abſpannung gefühlt habe, die vermuthlich von zu großer geiſtiger Anſtrengung entſtanden ſei, und auf welche das Dotter eines friſch gelegten Eies, von der guten Frau, in deren Hauſe er damals gewohnt, mit einem Glaſe guten Sherrys, Muskatnuß und geſtoßenem Zucker zubereitet wie ein Zaubermittel gewirkt habe. Ohne ſich anzumaßen ein ſo ein⸗

Klein Dorrit. III. 10