144 Einundzwanzigſtes Kapitel.
ordentlich gut wiſſe, wie ſein guter Freund bei allen Gelegen⸗ heiten für die Intereſſen der Geſellſchaft ein Herz gehabt habe, und er glaube, daß er zugleich dieſe Intereſſen im Auge habe und das Gefühl der Geſellſchaft ausdrücke, wenn er ihm Fortdauer ſeines Glücks, Fortdauer des Wachſens ſeiner Reich⸗ thümer und Fortdauer aller andern Dinge wünſche. Der Herr Biſchof begab ſich nun die Treppe hinauf, und die andern Magnaten verliefen ſich allmälig hinter ihm her, bis Niemand mehr unten zurückgeblieben war, als Mr. Merdle. Dieſer Herr ging, nachdem er ſo lange auf das Tafeltuch ge⸗ ſtarrt, bis die Seele des Oberhaushofmeiſters von edler Ent⸗ rüſtung glühte, langſam hinter den Uebrigen hinauf und blieb in dem Menſchenſtrome auf der großen Treppe ganz unbemerkt. b Mrs. Merdle war in ihrem Element, die beſten Juwelen wa⸗ ren zur Betrachtung ausgehangen, die Geſellſchaft bekam das, weshalb ſie gekommen, Mr. Merdle trank für zwei Pence Thee in einem Winkel und hatte daran mehr als er brauchte. Unter den Magnaten des Abends war ein berühmter Arzt, der alle Welt kannte und von aller Welt gekannt war. Als er in die Thür trat, ſtieß er auf Mr. Merdle, der ſeinen Thee in einem Winkel trank, und berührte ſeinen Arm. Mr. Merdle fuhr zuſammen.„Oh! Sind Sie es?“ „Etwas beſſer heute?“ 1 „Nein,“ ſagte Mr. Merdle.„Ich fühle mich nicht beſſer.“ „Schade, daß ich Sie heute Morgen nicht ſah. Bitte kommen Sie doch morgen zu mir, oder ich will zu Ihnen kommen.“


