Teil eines Werkes 
3. Th. (1856)
Entstehung
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Mr. Merdle's Uebel. 141

er gegen dieſen unintereſſirt und als das,„was wir Advo⸗ caten in unſrer pedantiſchen Weiſe amicus curiae nennen,“ einer Thatſache erwähne, die ihm zufällig bekannt geworden ſei. Man habe von ihm verlangt, er ſolle den Lehnbrief eines ſehr beträchtlichen Gutes in einer der öſtlichen Grafſchaften durch⸗ ſehen— das Gut läge eigentlich; denn Mr. Merdle wüßte, daß„wir Advocaten es gern genau nähmen,“ an den Gren⸗ zen von zwei öſtlichen Grafſchaften. Nun wäre der Lehnbrief vollkommen in der Ordnung und das Gut wäre für Jemand, dem das nöthige— Geld zu Gebote ſtünde(Geſchwornen⸗ gerichts⸗Bückling und Griff nach dem gewinnenden Augen⸗ glas) zu merkwürdig vortheilhaften Bedingungen zu kaufen. Dies wäre ihm erſt an dieſem Tage bekannt geworden und es wäre ihm eingefallen„Du wirſt heute die Ehre haben, mit Deinem verehrten Freunde Mr. Merdle zu Abend zu ſpei⸗ ſen und da ſollteſt Du ihm von der Gelegenheit im Vertrauen Mittheilung machen.“ Ein ſolcher Kauf würde nicht nur großen geſetzmäßigen politiſchen Einfluß in ſich ſchließen, ſondern auch ein halb Dutzend Präſentationen kirchlicher Stellen von beträchtlichem jährlichen Werthe. Nun wiſſe er wol, daß Mr. Merdle nicht in Verlegenheit ſei, Mittel zur Anlegung ſelbſt eines Kapitals wie das ſeine und zu voller Beſchäftigung ſelbſt eines ſo thatkräftigen und lebhaften Geiſtes wie der ſeine zu entdecken, aber er wollte ſich doch die Bemerkung geſtatten, daß in ſeiner Seele die Frage auf⸗ geſtiegen ſei, ob Jemand, der verdientermaßen eine ſo ho⸗ he Stellung und einen ſolchen europäiſchen Ruf gewonnen