138 Einundzwanzigſtes Kapitel.
Die Geſellſchaft hatte bei Tiſche alles was ſie wünſchen und nicht wünſchen konnte. Sie hatte alles Mögliche für die Augen, alles Mögliche zu eſſen, alles Mögliche zu trinken. Es iſt zu hoffen, daß ſie ſich damit vergnügte; denn Mr. Merdle's eigner Antheil an dem Mahle wäre mit anderthalb Schillingen bezahlt geweſen. Mrs. Merdle war prachtvoll. Der Chef der Dienerſchaft war das nächſte Prachtſtück, wo⸗ mit der Tag gefeiert wurde. Er war der ſtattlichſte Mann in der Geſellſchaft. Er that nichts, als daß er zuſah, wie wenige andere Menſchen zugeſehen haben könnten. Er war Mr. Merdle's letztes Geſchenk an die Geſellſchaft. Mr. Merdle brauchte ihn nicht und er wurde verlegen, wenn das große Geſchöpf ihn anblickte, aber die unerbittliche Geſellſchaft wollte ihn haben— und hatte ihn bekommen.
Die unſichtbare Gräfin trug ihre Laubhülle in dem ge⸗ wöhnlichen Stadium des Gaſtmahls hinaus, und die Reihe von Schönheiten, welche ihr folgten, wurde durch den Buſen geſchloſſen. Der Schatzkammermagnat ſagte, Juno. Der Biſchöfliche ſagte, Judith.
Der Magnat vom Advocatenſtande begann eine Erörte⸗ rung mit dem Reitergarden⸗Magnaten über Kriegsgerichte. College Bellows und der Magnat von der Richterbank miſch⸗ ten ſich hinein. Andere Magnaten traten paarweiſe zuſam⸗
1. Mai einen Kameraden unter ein zuckerhutförmiges Laubgeflecht zu ſtecken, welches nur die Beine von den Knien an ſehen läßt, und mit ihm durch die Straßen zu tanzen, wobei man Geldſpenden ſam⸗ melt. Aehnlich der„grüne Mann“ und der, Lattigkönig“ in Thü⸗ ringen.


