Mr. Merdle's Uebel. 2 133
für die Geſellſchaft und gewann mit allem ſeinem Gewinne und allen ſeinen Sorgen ſo Wenig für ſich ſelbſt als man nur kann.
Das heißt, man darf vermuthen, daß er Alles gewann, was er wünſchte, ſonſt würde er es mit ſeinem unbegrenzten Reichthum ſich verſchafft haben. Aber ſein Wunſch war bis auf's Aeußerſte, die Geſellſchaft zu befriedigen(was ſie auch ſein mochte) und alle die Wechſel, die ſie auf ihn zog, als Tribut einzutragen. Er glänzte nicht in Geſellſchaft, er hatte nicht ſehr viel für ſich zu ſagen, er war ein zurückhal⸗ tender Mann mit einem breiten, vorn überhangenden wach⸗ ſamen Kopfe, jener eigenthümlichen Art dunkelrother Farbe auf ſeinen Wangen, die eher das Alter als Jugendfriſche anzeigt und einem etwas unbehaglichen Ausdruck um ſeine Rockaufſchläge, als ob ſie in ſein Vertrauen gezogen wären und Urſache hätten, eifrig ſeine Hände zu verbergen. In dem Wenigen, was er ſagte, war er ein recht angenehmer Mann, einfach und höchſt gewiſſenhaft in Bezug auf öffent⸗ liches oder Privatvertrauen und hielt mit zäher Strenge darauf, daß der Geſellſchaft von Allen in allen Din⸗ gen die größte Ehrerbietung erwieſen wurde. In dieſer ſel⸗ ben Geſellſchaft(wofern die es war, die zu ſeinen Diners und zu Mrs. Merdle's Abendgeſellſchaften und Concerten kam) ſchien er ſich kaum ſehr wohl zu befinden und war⸗ meiſt hinter Wänden und Thüren anzutreffen. Ebenſo wenn er zu ihr ausging, ſtatt daß ſie zu ihm kam, ſchien er ein wenig ermüdet und im Allgemeinen vielmehr zum Schlafen⸗


