Wie man ſich in Geſellſchaft bewegt. 123
hatte, Ihrem Sohne zu ſagen, ich wünſchte durchaus nichts mit ihm zu reden zu haben.“
„Gut, Miß Dorrit,“ gab Mrs. Merdle zu,„ich hätte das vielleicht ſchon erwähnen ſollen. Wenn ich nicht daran dachte, ſo geſchah es vielleicht, weil ich mir die Befürchtungen ins Gedächtniß zurückrief, die ich damals hatte, daß er nämlich auf ſeinem Sinne beharren, und daß Sie ihm etwas zu ſagen haben würden. Ich erwähnte auch gegen Ihre Schweſter— ich ſpreche jetzt wieder zu der nicht der Bühne angehörigen Miß Dorrit— daß mein Sohn im Falle einer ſolchen Hei⸗ rath nichts haben und ein vollkommener Bettler ſein würde. Ich erwähne das blos als eine Thatſache, die ein Theil der Geſchichte iſt und nicht in der Vermuthung, als ob es Einfluß auf Ihre Schweſter gehabt hätte, ausgenommen in der klugen und berechtigten Weiſe, in welcher bei der künſtlichen Geſtalt, die das Syſtem unſrer Geſellſchaft angenommen hat, wir alle von ſolchen Betrachtungen beeinflußt werden müſſen. Endlich, nach einigen Ergüſſen des Stolzes auf Seiten Ihrer Schweſter kamen wir zu der vollkommenen Einſicht, daß keine Gefahr dabei ſei, und Ihre Schweſter war ſo freundlich mir zu erlauben, ihr mit einigen Zeichen meiner Hochachtung ein Geſchenk zu machen, die bei meiner Putzmacherin abzugeben waren.“
Klein Dorrit ſah betrübt aus und blickte auf Fanny mit einem Geſicht voll Bekümmerniß.
„Auch verſprach ſie mir,“ fuhr Mrs. Merdle fort,„mir das heute mir gewordene Vergnügen eines ſchließlichen Be⸗ ſuchs zu machen, wobei wir auf dem beſten Fuße ſcheiden,


