Teil eines Werkes 
3. Th. (1856)
Entstehung
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122 Zwanzigſtes Kapitel.

täuſchten, und daß die Stellung meines Vaters ſelbſt in der Geſellſchaft, in der er ſich jetzt bewege(welche das war, war mir ſelbſt am Beſten bekannt) eine außerordentlich hohe und von Jedermann anerkannte ſei.“

„Ganz genau ſo,“ entgegnete Mrs. Merdle.„Ein höchſt bewundernswerthes Gedächtniß.“

„Danke Ihnen, Madame. Vielleicht werden Sie ſo gütig ſein, meiner Schweſter das Uebrige zu erzählen.“

„Es iſt nur noch ſehr wenig zu erzählen,“ ſagte Mrs. Merdle, indem ſie ihre Blicke über die Breite ihres Buſens gleiten ließ, welche weſentlich nothwendig zu ſein ſchien, da⸗ mit ſie Raum genug habe, gefühllos darin zu ſein,„aber es ge⸗ reicht Ihrer Schweſter zur Ehre. Ich deutete Ihrer Schweſter den einfachen Stand der Dinge an, die Unmöglichkeit, daß die Geſellſchaft, in der wir uns bewegen, die Geſellſchaft in der ſie ſich bewegt, anerkenne— ſo liebenswürdig ſie auch wie ich nicht zweifle, ſein mag— ein unermeßlicher Nachtheil, welchen ſie folglich der Familie, von der ſie eine ſo hohe Mei⸗ nung hätte, dadurch zufügen würde, daß wir uns genöthigt ſehen würden, mit Verachtung auf ſie herabzuſehen und vor welcher wir uns(um mit der Geſellſchaft zu reden) mit Abſcheu zurückzuziehen gezwungen fühlen würden. Kurz, ich wendete mich an jenen löblichen Stolz in Ihrer Schweſter.“

„Laſſen Sie meine Schweſter auch gefälligſt wiſſen, Mrs. Mersle,“ ſprudelte Fanny mit einem heftigen Zurückwerfen ihres florgeſchmückten Hutes,„daß ich bereits die Ehre gehabt