Teil eines Werkes 
3. Th. (1856)
Entstehung
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Mrs. Flintwinch hat wieder einen Traum. 17

Thee noch nicht zu Ende, als das ſanfte Klopfen an der Thür ſich hören ließ, welches ſtets Klein Dorrit ankündigte. Miſtreß Affery ſah zu, als Klein Dorrit ihren einfachen Hut in der Hausflur abnahm und Mr. Flintwinch an ſeinem Kinn kratzte und ſie ſchweigend beobachtete, als erwartete ſie eine wunderſame Folge davon, welche ſie durch Schreck um ihre fünf Sinne bringen oder ſie alle drei in die Luft ſpren⸗ gen würde.

Nach dem Thee ließ ſich wieder ein Klopfen hören, wel⸗ ches Arthur anzeigte. Miſtreß Affery ging hinunter, um ihn herein zu laſſen, und er ſagte beim Eintreten:„Affery, das iſt mir lieb, daß Du es biſt. Ich möchte Dich was fragen.“ Affery antwortete ſogleich:„Um Gottes willen fragen Sie mich nichts, Arthur. Ich habe die eine Hälfte meines Lebens durch Schreck, und die andere durch Träume eingebüßt. Fra⸗ gen Sie mich nichts nicht. Ich weiß nicht, wo mir der Kopf ſteht“— und flugs lief ſie ihm davon und kam ihm nicht wieder zu nahe.

Da Miſtreß Affery keinen Geſchmack am Bücherleſen fand und in dem gedrückten Zimmer kein Licht zur Nätherei ge⸗ habt hätte, vorausgeſetzt, daß ſie Neigung dazu gehabt, ſo ſaß ſie jetzt jeden Abend in dem düſtern Starren, aus dem ſie am Abend der Rückkehr Arthur Clennams auf einen Augen⸗ blick emporgefahren war, und beſchäftigte ſich mit einer Maſſe toller Speculationen und Vermuthungen in Betreff ihrer Herrin, ihres Mannes und des Geräuſches in dem Hauſe. Wenn die ingrimmigen Andachtsübungen ſtattfanden, lenk⸗

Klein Dorrit. III. 2