Fünfzehntes Kapitel.
ſenden nach allen ſind auf der großen Heerſtraße, aber ſie hat wunderbare Windungen, und nur die Zeit wird uns zei⸗ gen, welches der Beſtimmungsort jedes Reiſenden iſt.
An einem Nachmittag im Winter in der Dämmerung träumte Mrs. Flintwinch, die den ganzen Tag einen ſchwe⸗ ren Kopf gehabt, folgenden Traum.
Es war ihr, als ob ſie in der Küche wäre, um den Keſ⸗ ſel für den Thee zurecht zu machen, und ſich, die Füße auf das Kamingeländer geſtemmt und den Schweif ihres Rockes hinaufgeſchürzt, vor dem zuſammengeſunkenen Feuer in Mitten des Roſts wärmte, welches auf beiden Seiten von einer tiefen kalten ſchwarzen Furche begrenzt war. Es war ihr, als ob, während ſie ſo da ſäße und über die Frage, ob das Leben nicht für manche Leute eine recht langwei lige Er⸗ findung ſei, nachſänne, ein plötzliches Geräuſch hinter ihr ſie erſchreckte. Es war ihr, als ſei ſie ſchon letzte Woche in ähnlicher Weiſe erſchreckt worden, und als ſei das Geräuſch von geheimnißvoller Art— ein Raſcheln und drei oder vier raſche Schläge wie ein ſchneller Schritt, während ein Stoß oder Zittern durch ihr Herz ging, wie wenn der Schritt die Decke erſchüttert hätte oder ſogar wie wenn ſie von einer grauenvollen Hand berührt worden wäre. Es war ihr, als riefe dies gewiſſe alte Befürchtungen von ihr wach, daß es in dem Hauſe ſpuke, und als flöge ſie die Küchentreppe hin⸗ auf, um— ſie wußte nicht, wie ſie hinaufkam— näher bei Menſchen zu ſein.
Miſtreß Affery war es, als ſähe ſie, als ſie die Haus⸗


