Mrs. Flintwinch hat wieder einen Traum. 5
flur erreicht, die Thür des Geſchäftszimmers ihres Herrn Gemahls offen und das Gemach leer. Als ginge ſie nach dem zerſprungnen Fenſter in dem Stübchen neben der Haus⸗ thür, um ihr klopfendes Herz durch das Glas mit dem Leben jenſeits und außerhalb des geſpenſtiſchen Hauſes in Verbin⸗ dung zu bringen. Als ſähe ſie dann auf der Wand über dem Thorwege die Schatten der beiden klugen Köpfe eben im Geſpräche. Als ginge ſie dann, die Schuhe in der Hand, hinauf, theils um den beiden klugen Köpfen als Leuten, die es mit den meiſten Geſpenſtern aufnehmen könnten, nahe zu ſein, theils um zu hören, worüber ſie ſich unterhielten.
„Laſſen Sie mich mit Ihrem Unſinn ungeſchoren,“ ſagte Mr. Flintwinch.„Ich laſſe mir das von Ihnen nicht ge⸗ fallen.“
Mrs. Flintwinch träumte, ſie ſtünde hinter der gerade etwas aüfſtehenden Thür und hörte ihren Gatten ganz deut⸗ lich dieſe kecken Worte ſagen.
„Flintwinch,“ erwiderte Mrs. Clennam in ihrem ge⸗ wöhnlichen ſtrengen, tiefen Tone,„es ſteckt ein Zornteufel in Ihnen. Hüten Sie ſich vor ihm.“
„Es iſt mir einerlei, ob einer oder ein ganzes Dutzend in mir ſteckt,“ ſagte Mr. Flintwinch, indem er ſehr ſtark die Vermuthung hervorrief, daß die größere Zahl der Wahrheit näher ſei.„Stäken fünßzig in mir, ſo ſollten ſie alle ſagen: Laſſen Sie mich mit Ihrem Unſinn ungeſchoren, ich laſſe mir das von Ihnen nicht gefallen. Ich würde ſie zwingen, ſo zu ſagen, möchten ſie wollen oder nicht.“


