162 Vierzehntes Kapitel.
gefühle des Genuſſes kichernd aus der Ferne das Obſt und den Kuchen mit den Augen verſchlang, machte Clennam die beſte Diverſion, die in ſeiner Macht war, indem er ihr ein Glas Wein einſchenkte, welches ſie, mit einer Reihenfolge lau⸗ ten Schmatzens austrank. Nach jedem Schluck klopfte ſie ſich mit der Hand auf die Bruſt und ſagte athemlos und mit ſehr hervorquellenden Augen:„O iſt das nicht köſtlich! Iſt das nicht hoſpitaliſch!“ Als ſie mit dem Weine und den Lobſprüchen fertig war, gebot er ihr, ihren Korb(ſie war nie ohne ihren Korb) mit allem Eßbaren auf dem Tiſche zu beladen und es ſich beſonders angelegen ſein zu laſſen, keinen Brocken zu vergeſſen. Das Vergnügen, wo⸗ mit Maggy dies that und das Vergnügen ihres Mütter⸗ chens, als ſie Maggy vergnügt ſah, war ſo eine gute Wen⸗ dung, als die Umſtände der vorgehenden Unterhaltung ir⸗ gend hätten geben können.
„Aber das Thor wird längſt geſchloſſen ſein,“ ſagte Clennam, ſich plötzlich daran erinnernd.„Wo gehen Sie hin?“
„Ich gehe nach Maggy's Wohnung,“ antwortete Klein Dorrit.„Ich werde dort ganz ſicher, ganz gut untergebracht ſein.“
„Ich muß Sie dorthin begleiten,“ ſagte Clennam.„Ich kann Sie nicht allein gehen laſſen.“
„Ja. Bitte, laſſen Sie uns allein dorthin gehen. O bitte!“ bat Klein Dorrit.
Sie meinte es ſo ernſtlich mit der Bitte, daß Clennam


