Teil eines Werkes 
2. Th. (1856)
Entstehung
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Klein Dorrits Abendgeſellſchaft. 157

kommen bin, Sir. Daß meine Schweſter eine Freundin ge⸗ funden hat, eine Dame, von der ſie mir erzählte und von der ich begierig war zu wiſſen, wer ſie ſei, war die erſte Ur⸗ ſache, daß ich von Hauſe wegging. Und da ich einmal weg war und(mit Vorſatz) hier bei Ihrer Wohnung vorbeikam und ein Licht am Fenſter ſah

Nicht zum erſten Male. Nein, nicht zum erſten Male. In den Augen Klein Dorrits war die Außenſeite dieſes Fen⸗ ſters auch an andern Abenden ein ferner Stern geweſen. Sie hatte müde und bekümmert beſchwerliche Umwege ge⸗ macht, um nach ihm hinaufzublicken und ſich zu wundern über den ernſten braunen Herrn, der zu ihr als Freund und Beſchützer geſprochen hatte.

Es waren drei Dinge, welche ich Ihnen zu ſagen ge⸗ dachte, wofern Sie allein wären und ich hinaufkommen könnte, ſagte Klein Dorrit.Erſtens das, was ich zu ſagen verſucht habe, aber nie ſagen kann nie ſagen darf.

Bſt, ſtill! ſtill. Das iſt abgemacht und bei Seite ge⸗ legt. Laſſen Sie uns zum zweiten übergehen, ſagte Clen⸗ nam, indem er ihre Aufregung hinweglächelte, bewirkte, daß die Gluth ſie beſtrahlte, und Wein, Kuchen und Obſt vor ihr auf den Tiſch ſtellte.

Ich glaube, das Zweite iſt ſagte Klein Dorrit ich glaube, Mrs. Clennam muß mein Geheimniß entdeckt haben und muß wiſſen, woher ich komme und wohin ich gehe. Ich meine, wo ich wohne.