8 Neuntes Kapitel.
die Lade offen hielten— war ein halbbeendigtes Frühſtück von Kaffee und geröſtetem Brote für zwei Perſonen auf einem gichtbrüchigen Tiſche durcheinander geſchoben.
Es war Niemand da. Der alte Mann, der nach einiger Ueberlegung vor ſich hinmurmelte, daß Fanny weggelaufen ſei, ging nach dem Nebengemache, ſie zurück zu holen. Der Beſucher, welcher bemerkte, daß ſie innen die Thür zuhielt, und daß, als der Oheim ſie zu öffnen verſuchte, ſie die haſtige Beſchwörung:„Laß doch! Unſinn!“ hören ließ, während herunterhängende Strümpfe und der Schweif eines Flanell⸗ rockes ſichtbar wurden, ſchloß, daß die junge Dame in Negligé ſei. Der Oheim ſchlurrte, ohne dem Anſchein nach zu einem Entſchluß kommen zu können, wieder herein, ſetzte ſich in ſei⸗ nen Stuhl und begann ſich am Feuer die Hände zu wärmen. Nicht, daß es kalt war oder daß erirgend eine beſtimmte Vor⸗ ſtellung gehabt hätte, ob es kalt war oder nicht.
„Wie kam Ihnen mein Bruder vor, Sir?“ fragte er, als er bald darauf inne ward, was er that, das Händewärmen ſein ließ, nach dem Kaminſims hinauflangte und ſein Clario⸗ netfutteral herunternahm.
„Ich war erfreut,“ erwiderte Arthur ſehr verlegen; denn ſeine Gedanken beſchäftigten ſich mit dem Bruder vor ihm, „ihn ſo wohl und munter zu finden.“
„Ha!“ murmelte der alte Mann.„Ja, ja, ja, ja, ja!“
Arthur fragte ſich verwundert, was in aller Welt er wohl mit dem Clarionetfutteral vorhabe. Er hatte gar nichts damit vor. Er entdeckte zu rechter Zeit, daß es nicht das Schnupftabakdüt⸗
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