Teil eines Werkes 
2. Th. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6 Neuntes Kapitel.

gangnen Abend ihrem Vater ſeine Aufwartung gemacht, um die Gefälligkeit erſucht wurde, ihm eine kurze Unterredung in der Wohnung ihres Oheims zu geſtatten. Er ſchöpfte aus derſelben Quelle eine genaue Beſchreibung der Lage des Hauſes, welches ganz in der Nähe war, entließ den Un⸗ bekannten, nachdem er ſich ſeine Dankbarkeit durch eine halbe Krone erworben, und eilte nachdem er ſich haſtig mit einer Taſſe Kaffee geſtärkt, ſo raſch als möglich nach der Wohnung des Clarionetſpielers.

Es waren in dieſem Hauſe ſo viele Miethsleute, daß der Thürpfoſten ſo voll von Klingelgriffen zu ſein ſchien als eine Domorgel voll Regiſterzüge. In Zweifel, welches der Zug der Clarionette ſei, überlegte er ſich die Sache, als plötzlich ein Federball aus dem einen Fenſter fiel und ſich auf ſeinem Hute niederließ. Er bemerkte jetzt, daß ſich an dieſem Fenſter eine Blende mit der Inſchrift: Mr. Cripp⸗ les' Academie und auf einer andern Zeile das Wort: Abendſchule befand, und hinter dem Rouleau war ein blaſſer Knabe mit einer Butterſchnitte und einer Abctafel. Da das Fenſter von dem Trottoir zu erreichen war, ſo ſah er über die Blende hinein, gab den Federball zurück und trug ſeine Frage vor.

Dorrit? fragte der kleine blaſſe Knabe(es war Musje Cripples).Herr Dorrit? Die dritte Klingel und einmal anpochen.

Die Zöglinge des Mr. Cripples' ſchienen die Abſicht ge⸗ habt zu haben, aus der Hausthür ein Copierbuch zu machen,