Mütterchen. 5
Bindfaden und quoll ihnen aus dem Munde in Alkohol ge⸗ ſchwängerten Athemzügen.
Als dieſe Leute an ihm vorübergingen, während er im Vorhofe ſtehen blieb, und einer von ihnen ſich umdrehte und ſich erkundigte, ob er ihm durch einen Dienſt gefällig ſein könne, kam Arthur Clennam der Gedanke, vor ſeinem Weggehen noch einmal mit Klein Dorrit zu ſprechen. Sie würde ſich, dachte er, jetzt von ihrer erſten Ueberraſchung er⸗ holt haben und ſich leichter bei ihm fühlen. Er fragte dieſes Mitglied der Brüderſchaft, welches zwei Pöcklinge in der Hand und einen Laib Brot nebſt einer Wichsbürſte unter dem Arme hatte, wo der erſte beſte Ort ſei, um eine Taſſe Kaffee zu bekommen. Der Unbekannte antwortete ermuthi⸗ gend und brachte ihn nach einem Kaffeehauſe, das ſich etwa einen Steinwurf weit in der Straße befand.
„Kennen Sie Miß Dorrit?“ fragte der neue Client.
Der Unbekannte kannte zwei Miſſes Dorrit, die eine wäre drinnen geboren— Ganz recht. Das war die Rechte Das war die Rechte! Der Unbekannte hatte ſie viele Jahre gekannt. Was die andere Miß Dorrit betraf, ſo wohnte der Unbekannte mit ihr und ihrem Oheim in ein und demſelben Hauſe.
Das änderte den bereits halb fertigen Plan des Clien⸗ ten, in dem Kaffeehauſe zu bleiben, bis der Unbekannte ihm die Kunde gebracht, daß Klein Dorrit auf die Straße ge⸗ treten ſei. Er betraute den Unbekannten mit einer geheimen Botſchaft an ſie, in welcher ſie von dem Beſuche, der ver⸗


