Teil eines Werkes 
1. Th. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Hinter Schloß und Riegel. 173

weihte Tip, während er ſich mit den Hülfsquellen des War⸗ men Winkels eine ungeheure Güte that, das gemeinſchaft⸗ liche Küchenfeuer, das durch gemeinſchaftliche Beiträge der Collegen genährt wurde, den Keſſel zu heißem Waſſer, der in gleicher Weiſe unterhalten wurde, und anderes Zube⸗ hör, welches gewöhnlich zu dem Schluſſe führte, daß der Weg, geſund, reich und weiſe zu werden, der ſei, nach dem Mar⸗ ſhalſea zu kommen.

Die beiden in einer Ecke zuſammengeſchobenen Tiſche verwandelten ſich endlich in ein gutes Bett, und der Fremde wurde den Windſorſtühlen, der Präſidententribune, der bierdunſtigen Atmoſphäre, den Sägeſpänen, Fidibuſſen und Spucknäpfen und dem Schlafe überlaſſen. Aber das letzte Glied dieſer Kette von Gegenſtänden verband ſich erſt lange lange darauf mit den übrigen. Die Neuheit des Orts, der Eintritt in denſelben ohne Vorbereitung, das Gefühl, hinter Schloß und Riegel zu ſein, die Erinnerung an das Zimmer oben, an die beiden Brüder und vor Allem an die ſchüchterne, kindliche Geſtalt und das Geſicht, in welchem er nun mehrere Jahre ungenügender Nahrung, wo nicht abſoluten Mangels ſah, hielten ihn wach und machten ihn unglücklich.

Außerdem liefen Gedanken, welche in den ſeltſamſten Beziehungen zu dem Gefängniſſe ſtanden, aber ſtets das Gefängniß betrafen, alpartig durch ſein Gemüth, während er wach blieb. Ob man Särge für Leute bereit hielte, welche dort möglicher Weiſe ſterben könnten, wo ſie aufbewahrt,