Teil eines Werkes 
1. Th. (1856)
Entstehung
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172 Achtes Kapitel.

ſchlagen habe, der den Collegen zu Gute zu kommen beſtimmt geweſen ſei. Er ſteifte ſich darauf, dies zu glauben und trug dieſe ſchattenhafte Beſchwerde jedem neuen Ankömmling und jedem Fremden vor, obwohl er, und wenn es ihm ſein Le⸗ ben gekoſtet hätte, nicht hätte angeben können, welchen Fond er meinte und wie der Gedanke in ſeiner Seele Wurzel geſchlagen. Er überredete indeß ſich ſelbſt vollſtändig, daß der ihm gebührende Antheil an dem Fond in drei Schillin⸗ gen neun Pence wöchentlich beſtünde, und daß er als einzel⸗ ner College jeden Montag um dieſen Betrag vom Marſhal beſchwindelt würde. Er half augenſcheinlich nur deshalb beim Bettmachen, um die Gelegenheit nicht zu verſäumen, dieſen Umſtand anzubringen. Nachdem er auf dieſe Art ſein Gemüth entlaſtet und(wie er ſtets zu thun ſchien, ohne daß etwas dabei herauskam) angekündigt, daß er einen Brief an die Zeitungen ſchreiben und den Marſhal im rechten Lichte darſtellen wolle, begann er ſich über gemiſchte Gegenſtände mit den Uebrigen zu unterhalten. Es ging aus dem ganzen Tone der hier verſammelten Geſellſchaft hervor, daß ſie da⸗ hin gelangt waren, Zahlungsunfähigkeit als den Normal⸗ zuſtand des Menſchengeſchlechts und die Bezahlung von Schulden als eine eanithait anzuſehen, welche gelegentlich ausbräche.

Auf dieſem ſeltſamen Schauplatze und während dieſe ſeltſamen Geſpenſter um ihn herumſchwebten, ſah Arthur Clennam den Vorbereitungen zu, als ob ſie Theil eines Traumes wären. Inzwiſchen zeigte ihm der längſt einge⸗