Teil eines Werkes 
1. Th. (1856)
Entstehung
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158 Achtes Kapitel.

ter geſehen(ich weiß, Ihre Mutter iſt ihr freundlich geſinnt), haben ein Intereſſe an ihr genommen und wünſchen zu wiſ⸗ ſen, was ſie hier thut. Kommen Sie und ſehen Sie.

Damit ſchritt er weiter, und Arthur folgte ihm..

Mein Bruder, ſagte der alte Mann ſtillſtehend und ſich wieder umkehrend,iſt viele Jahre hier geweſen, und ſelbſt mancherlei von dem, was unter uns hier draußen vorgeht, bleibt ihm aus Gründen, auf die ich jetzt nicht eingehen kann, verſchwiegen. Seien Sie ſo gut nichts davon zu ſagen, daß meine Nichte als Nätherin arbeitet. Seien Sie ſo gut, nichts zu ſagen, was über das hinausgeht, wovon unter uns die Rede war. Bleiben Sie in Ihren Schranken, ſo können Sie nicht gut irre gehen. Nun denn! Kommen und ſehen Sie.

Arthur folgte ihm durch einen engen Eingang, an deſſen Ende ein Schlüſſel ſich drehte und eine ſtarke Thür ſich von innen öffnete. Dieſe ließ ſie in eine Loge oder einen Vorſaal ein, über welchen ſie nach einer zweiten Thür und durch dieſe und ein Gitter in das Gefängniß gelangten. Der alte Mann ſchlurrte voraus und kehrte ſich, als ſie zu dem wachehabenden Schließer kamen, in ſeiner langſamen, ſteifen, gebückten Weiſe um, als wollte er ſeinen Gefährten vorſtellen. Der Schließer nickte, und der Gefährte ging herein, ohne gefragt zu werden, zu wem er wolle.

Die Nacht war dunkel, und die Gefängnißlampen im Hofe und die Kerzen in den Gefängnißfenſtern, die matt hin⸗ ter mancherlei verzerrten alten Vorhängen und Rouleaup ſchie⸗ nen, waren nicht der Art, daß ſie dieſelbe heller machten. Einige