Teil eines Werkes 
1. Th. (1856)
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

mit dem Meſſer in der Hand und dem Biſſen im Munde ſtockte.

Wie Sie ſagen. Um Sie zu verhören.

Für mich giebt's nichts Neues? fragte Johann Bap⸗ tiſt, welcher gelaſſen ſein Brot hinterzuwürgen begonnen hatte.

Der Schließer zuckte mit den Achſeln.

Heilige Mutter Gottes! Soll ich all mein Lebtag hier liegen, mein Vater?

Was weiß ich! rief der Schließer, indem er ſich mit ſüdlicher Raſchheit zu ihm wendete und mit beiden Händen und allen Fingern geſticulirte, als drohe er ihn in Stücke zu reißen.Mein Freund, wie iſt es menſchenmöglich für mich, Ihnen zu ſagen, wie lange Sie hier liegen ſollen? Was weiß ich's, Johann Baptiſt Cavaletto? Tod und Teu⸗ fel! Es ſind hier mitunter Gefangene, die ſich gar nicht ſo hölliſch darnach reißen, ins Verhör zu kommen.

Er ſchien bei dieſer Bemerkung im Stillen Monſieur Rigaud im Auge zu haben. Aber Monſieur Rigaud hatte bereits ſeine Mahlzeit wieder begonnen, wenn auch nicht mit ſo raſchem Appetite als vorher.

Adieu, meine Vögel! ſagte der Gefängnißwärter, in⸗ dem er ſein hübſches Kind auf den Arm nahm und es mit einem Kuſſe zur Wiederholung der Worte aufforderte.

Adieu, meine Vögel! wiederholte das hübſche Kind.

Als er mit ihr wegging und ihr das Kinderliedchen vorſang: