Teil eines Werkes 
1. Th. (1856)
Entstehung
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Sonne und Schatten. 13

zelten Stirn anſah, der halb Angſt, halb Zorn war. Da⸗ gegen hatte ſie das Stück groben Brotes mit bereitwilligem Zutrauen in die braunen, narbenzerriſſenen, knotigen Hände Johann Baptiſts gelegt(welcher an ſeinen acht Fingern und zwei Daumen ſchwerlich ſo viel Nagel hatte, daß es einen von Monſieur Rigaud ausgemacht hätte) und als er ihr die Hand geküßt, hatte ſie ihm mit der ihrigen das Geſicht ge⸗ ſtreichelt. Monſieur Rigaud, gleichgültig gegen dieſe Aus⸗ zeichnung, verſöhnte den Vater dadurch, daß er der Tochter zulachte und zunickte, ſo oft ſie ihm etwas hinreichte, und ſobald er alle ſeine Eßwaaren in bequem gelegenen Winkeln des Simſes, auf den er lehnte, um ſich hatte, begann er mit Appetit zu eſſen.

Wenn Monſieur Rigaud lachte, ſo fand in ſeinem Ge⸗ ſichte eine Veränderung ſtatt, die mehr merkwürdig als ein⸗ nehmend war. Sein Schnurrbart ſträubte ſich nach ſeiner Naſe empor, und ſeine Naſe ſenkte ſich herab über ſeinen Schnurrbart, was ihm einen ſehr unheimlichen und grauen⸗ vollen Ausdruck gab.

Da! ſagte der Schließer, indem er den Korb um⸗ kehrte, um die Brocken herauszuklopfen.Ich habe alles Geld ausgegeben, welches ich empfing, hier iſt eine Rech⸗ nung darüber, und damit wären wir fertig. Monſieur Ri⸗ gaud, wie ich geſtern erwartete, ſieht der Präſident heute Nachmittag um ein Uhr dem Vergnügen Ihrer Geſellſchaft entgegen.

um mich zu verhören, he? ſagte Rigaud, indem er