5 508&.
habe ich es zu danken, daß mir etwas davon gerettet worden ſey.
Ein freundliches Lächeln überflog ſeine Züge, als er mir ſagte, wenn er mich nicht dafür bezahlt haͤtte, ſo wäre es ebenſoviel geweſen, als wenn er einen Schiffbrüchigen geplündert hätte— eine noch ſchlimmere That, als wenn man ein Hoſpital beſtehle.
Ich ſagte ihm endlich, ich hätte zwei Bitten, an ihn, die er mir aber nicht abſchlagen dürfe; ich möchte ihm nämlich gern ein kleines Geſchenk machen, und ich wolle ihm einen Grund angeben, warum er es nicht zurück⸗ weiſen dürfe; die zweite Bitte werde ich ihm vorlegen, ſo⸗ bald er mir die erſte gewährt habe. Er antwortete, er würde ſich wohl ein Geſchenk von mir gefallen laſſen, wenn ich nicht ſo ſchwer vom Unglück heimgeſucht worden wäre, ſo aber würde es grauſam und unedel ſeyn, etwas von mir anzunehmen. Ich ſagte ihm ſodann, dieſes Päck⸗ chen wäre von meiner Frau und mir in Virginien für ihn zuſammengemacht worden, wie er an der Anſeſchrift ſehen könne(ich zeigte ihm dabei die Aufſchrift, mit der es al⸗ lerdings ſeine Richtigkeit hatte, nur daß die Hülle des Packets früher nur die Hälfte des gegenwärtigen Inhalts geborgen hatte); die Sache wäre alſo ſein urſprünglich für ihn beſtimmtes Eigenthum. Ich drang ſo lange in ihn, es anzunehmen, daß er endlich eine Verbeugung machte, worauf ich nichts mehr ſprach, ſondern nur meinem Neger befahl, alles mit Ausnahme der zwei Schachteln auf ſeine Zimmer zu bringen; denn ich wollte ihn das einzelne nicht ſehen laſſen, bis er alles auf ſeinem Zimmer hatte.
Eine Viertelſtunde, nachdem er ſich entfernt hatte, kam er ganz außer ſich und in großer Leidenſchaft zurück; ich konnte jedoch ſehen, daß er ſehr erfreut war. Er ſagte mir, hätte er den Inhalt gekannt, ſo würde er nicht zu⸗ gegeben haben, daß man ihn auf ſein Zimmer bringe, und am Ende machte er mir daſſelbe Compliment, wie der Gouverneur von Havannah.


