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Sodann ſagte er, er erinnere ſich, daß ich noch ein zweites Anliegen auf dem Herzen trage, welches ich nicht habe ausſprechen wollen, bis mir das erſte gewährt ſeyn würde; er hoffe, ich wünſche jetzt etwas von ihm, was der ihm von mir aufgelegten Verpflichtung angemeſſen ſey.
Ich antwortete ihm, ich wiſſe wohl, wie es in Spanien nicht Sitte ſey, daß ein Fremder den Damen Geſchenke mache; auch zweifle ich nicht im Mindeſten, daß er den Damen ſeiner Familie alles, was er für ſie als paſſend betrachte, anſchaffe; ich hätte mir jedoch noch zwei kleine Schachteln vorbehalten, die meine Gattin eigenhändig für die Frauenzimmer überſchrieben hätte, und bäte ihn daher, denſelben im Namen meiner Frau das kleine Geſchenk zu übergeben; denn da ich nur als der Ueberbringer zu be⸗ trachten ſey, ſo würde ich mich nicht ehrlich erweiſen, wenn ich mich des mir übertragenen Auftrags nicht ge⸗ wiſſenhaft entledigte.
Ich meinte damit die beiden Band⸗ und Spitzenſchach⸗ teln, welche ich durch meine Frau hatte einpacken und über⸗ ſchreiben laſſen.
Er entgegnete lächelnd, es wäre zwar wahr, daß die
Spanier gewöhnlich ihren Frauen nicht ſo viel Freiheit geſtatteten, als dieß bei andern Nationen der Fall ſey, er hoffe jedoch, ich werde deßhalb nicht glauben, daß die Spa⸗ nier durchgängig ihre Damen für leichtfertig halten, oder daß alle Spanier auf ihre Weiber eiferſüchtig wären; da er übrigens einmal eingewilligt habe, mein Geſchenk anzu⸗ nehmen, ſo ſtehe es mir frei, über die einzelnen Beſtand⸗ theile deſſelben im Intereſſe ſeiner Frau und ſeiner Töchter nach Gutdünken zu verfügen: der letzteren hatte er näm⸗ lich drei.
Ich ſtrengte mich wieder mit Complimenten an und ſagte ihm, ſo wäre es nicht gemeint; denn ich bäte ihn nur, ei⸗ genhändig ſeiner Donna das ihr von meiner Frau beſtimmte Geſchenk zu überreichen, was er im Namen einer in Vir⸗ ginien lebenden Unbekannten thun ſolle. Er lachte über


