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unſerem nunmehrigen üblen Zuſtande es für beſſer hielten, die Nähe der Heimath zu benützen, wieder nach den Vor⸗ gebirgen zu ſteuern und uns mit allen für die Reiſe
nöthigen Mitteln zu verſehen. Dieß koſtete uns ungefähr
zehn Tage Zeit, worauf wir wieder in die See ſtachen; denn mit unſerem Carga hatten ſich die Piraten nicht ein⸗ gelaſſen, da es aus lauter Waarenballen beſtand, die ſie nicht brauchen konnten.
Wir trafen auf kein anderes der Rede werthes Aben⸗ teuer, bis wir auf demſelben Curſe, den wir früher ge⸗ ſteuert hatten, in den Golf von Mexiko kamen; und das erſte Unglück, welches uns hier begegnete, beſtand darin, daß wir hinter Cuba, als wir nach dem Punkte des Feſt⸗ landes an der Küſte von Jucatan ſteuerten, der Flotte von Neuſpanien, d. h. der Schiffe, welche von Cartha⸗ gena oder Portobello nach Havannah ſegelten, um ſodann ihren Weg nach Europa fortzuſetzen, anſichtig wurden.
Sie hatten ein ſpaniſches Kriegsſchiff und drei Fregat⸗ ten bei ſich. Zwei der letztern machten auf uns Jagd, aber da es bereits Dämmerung war, ſo verloren wir ſie bald wieder aus dem Geſicht, indem wir quer durch den mexikaniſchen Meerbuſen nach Norden ſteuerten, als ob wir die Abſicht hätten, die Mündung des Miſſiſippi zu beſuchen. Sie verloren uns ganz, und nach einigen Tagen langten wir in der Bucht an, die wir heimzuſuchen gedachten,
Wir näherten uns wie gewöhnlich des Nachts der Küſte und gaben unſern Freunden Nachricht. Aber ſtatt ihrer früheren Bereitwilligkeit, an Bord zu kommen, be⸗ deuteten ſie uns, wir ſeyen in der Bai geſehen worden, die Meldung davon ſey nach Veracruz und nach anderen Plätzen ergangen, weßhalb mehrere Fregatten nach uns ſpäheten, wie denn auch des andern Morgens drei wei⸗ tere nach uns kreuzen würden.
Wir konnten nicht begreifen, wie dieß möglich war; wir vernahmen jedoch nachher, daß dieſe drei Fregatten, als ſie uns in der Nacht aus dem Geſicht verloren hatten,


