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85 500 SE⸗
denn nach der mäßigſten Berechnung zog ich im Verlaufe dieſer drei Monate 25,000 Pfund Sterling reinen Gewinn, all die Unkoſten meiner Reiſe nach Neuengland mit in Rechnung gebracht.
Nun wäre es an der Zeit geweſen, mit dem, was ich erworben hatte, mich zufrieden zu geben, wenn es über⸗ haupt in der Macht des Menſchen läge, zu wiſſen, wann ſein Glück den Gipfel erreicht hat. Auch mein kluges Weib ſprach mir ernſtlich zu, ich ſolle mich nicht weiter einlaſſen; ich hatte aber, wie ich meinte, eine offene Thür zu uner⸗ meßlichen Schätzen— eine Thüre, durch welche die Gold⸗ ſtröme von Mexiko in meine virginiſchen Pflanzungen fließen konnten; und ſo gewann natürlich alles ein anderes Aus⸗ ſehen, wie ich denn auch nichts als von Millionen und Hun⸗ derttauſenden träumte. Ich betrieb daher mit aller Leiden⸗ ſchaft eine andere Reiſe und kaufte alle Arten von Gütern, die mir für meine Abſicht paſſend dünkten, zuſammen.
Ich war nicht Willens, wieder nach Neuengland zu gehen; denn ich hatte unterdeſſen in Folge eines Auftrags, der vor etlichen Monaten abgegangen war, eine ſehr gute Ladung von England erhalten. Ueberhaupt belief ſich mein Carga dem Verzeichniß zufolge über 10,000 Pfund Ster⸗ ling Ankaufskoſten; dagegen war es aber auch ſo gewählt, daß ich verhältnißmäßig einen weit größeren Nutzen davon hoffte, als von meiner früheren Ladung.
Mit ſolchen Erwartungen traten wir im April, alſo ungefähr fünf Monate nach unſerer Heimkehr von dem erſten Ausfluge, unſere zweite Reiſe an. Dießmal ging es aber nicht ſo ſchnell, nicht einmal im Anfange, als das erſtemal. Denn obgleich wir ungefähr ſechzig Meilen von der Küſte abſteuerten, um die Linie der Piraten zu ver⸗ meiden, ſo waren wir doch noch nicht fünf Tage zur See geweſen, als wir von zwei Corſarenbarken, die nordwärts nach den Ufern von Neufoundland ſegelten, heimgeſucht und aller unſerer Mundvorräthe, unſerer Munition und unſerer kleinen Waffen beraubt wurden, ſo daß wir in
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