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Ich hielt jetzt Rath mit meiner kleinen Mannſchaft, wel⸗ chen Weg wir wieder zurückgehen ſollten, und der Ober⸗ ſteuermann meinte, man ſolle windwärts laviren, um nach Jamaica zu gelangen. Da wir aber zu reich waren, um uns auf Gefahren einzulaſſen, und daher lieber ſobald als möglich wohlbehalten nach Hauſe zu kommen trachteten, ſo hielten ich und der Schiffsmeiſter es für das Beſte, an der Küſte der Bai weiter zu ſegeln, im Bahamakanal dem Oſt⸗ ufer Florida's zu folgen, den Golf zu benützen und an der Küſte von Carolina in dem erſten beſten Hafen einzulaufen, wo wir auf irgend ein engliſches Kriegsſchiff warten wollten, das uns ſicher bis nach den Capen geleiten könnte.
Dieß war der beſte Weg, den wir einſchlagen konnten, und erwies ſich für uns auch vollkommen ſicher, mit Aus⸗ nahme etlicher Viſiten von Seite der ſpaniſchen Barcolongos und kleiner Barken, welche uns an der Küſte des mexika⸗ niſchen Meerbuſens bis zur Höhe von Saint Auguſtine hinauf zu verſchiedenen Malen zu nehmen gedachten. Da wir jedoch ſpaniſche Farben führten, ſo täuſchten wir die meiſten von ihnen, und eine gute Geſchützreihe hielt die übrigen in Entfernung, ſo daß wir endlich wohlbehalten in dem Charlesrevir in Carolina einliefen, obgleich wir einige⸗ mal Gefahr gelaufen waren, von Sturmwinden auf die Küſte geworfen zu werden.
Von hier aus fand ich Mittel, einen Brief nach Hauſe zu ſchicken, in welchem ich meiner Frau den guten Erfolg meiner Reiſe mittheilte. Da man mich übrigens verſicherte, daß die Küſte rein von Piraten ſey, ſo wagte ich mich vor⸗ wärts, obgleich keine Kriegsſchiffe in der Nähe waren, und gelangte wohlbehalten in die Cheſapeackbai, d. h. zwiſchen die Vorgebirge von Virginien, worauf ich in zwei weiteren Ta⸗ gen nach einer Abweſenheit von etwas über drei Monaten zu Hauſe anlangte.
Nie hat ein Fahrzeug auf dieſer Seite der Welt in ſo kurzer Zeit eine beſſere Reiſe gemacht als meine Schaluppe; 32*


