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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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Ich verfügte mich alsbald zu dem Gouverneur, berichtete ihm ihre Ankunft und ſuchte ſeine Excellenz zu bewegen, in Perſon an Bord zu gehen, um von der richtigen Befolgung ſeiner Befehle Augenſchein zu nehmen; er lehnte es aber ab, indem er ſagte, er könne es nicht auf ſich nehmen, die Inſel zu verlaſſen und ſich ſomit aus dem Bereich ſeines Feſtungs⸗ commandos zu begeben.

Dann fragte ich, ob er mir erlaube, ſelbſt an Bord zu gehen, was er mir geſtattete; und ich brachte die volle Aus⸗ löſungsſumme ſowohl für meine Leute als für mich, wie auch den Kaufsſchilling für die Schaluppe in Gold ans Ufer. Da mir jedoch geſtattet worden war, an einem andern Orte wieder ans Land zu kommen, ſo ſandte mir der Gouverneur ſeinen Sohn mit ſechs Soldaten, um mich mit dem Gelde nach dem Caſtell, wo er commandirte, und nach ſeiner eige⸗ nen Wohnung zu geleiten. Ich hatte das Geld in große Päcke vertheilt, als ob es aus Silber beſtände, und gab es zweien meiner Leute, welche zur Schaluppe gehörten, indem ich ihnen zugleich bedeutete, ſie ſollten ſich beim Tragen deſſel⸗ ben ſo anſtellen, daß man meine, es ſey viel ſchwerer als es wirklich war. Ich traf dieſe Vorkehrung, um drei Packete Waaren zu verbergen, welche ich mit dem Gelde zuſammen⸗ gepackt hatte, um dem Gouverneur ein Geſchenk damit zu machen.

Sobald meine Packete hereingebracht waren und auf dem Tiſch lagen, befahl der Gouverneur meinen Leuten, ſich zu entfernen, und ich gab jedem der Soldaten einen Dollar Trinkgeld, was ſie dankbar annahmen ein Ver⸗