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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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Ich konnte leicht vorausſehen, wohin all dieß abzielte, nämlich auf eine Confiscation des Schiffs und der Güter durch das an Ort und Stelle übliche Verfahren; denn das Abwarten einer Entſcheidung des Vicekönigs von Mexiko war nur ein Vorwand, um die Schritte des Cor⸗ regidore oder des Hafenrichters zu bemänteln.

Es blieb mir jedoch kein anderes Mittel als das allbekannte,— die Geduld, und dieſe wurde um ſo leich⸗ ter, weil ich meinen Verluſt nicht ſo hoch anſchlug, als ich die Spanier glauben machte. Meine größte Beſorg⸗ niß beſtand darin, daß ſie mich als Gefangenen für Le⸗ benszeit behalten und vielleicht nach ihren Minen in Peru ſchicken möchten; denn ſo hatten ſie es ſchon vielen ge⸗ macht und bedrohten auch alle, welche ihr Gebiet betra⸗ ten, mit dieſem Looſe, wie groß auch das Mißgeſchick ge⸗ weſen ſeyn mochte, welches Unglückliche an ihre Küſte führte. Dieß war auch der Grund, warum andere, welche hieher verſchlagen wurden, jede Gewaltthat gegen die Spanier übten, feſt entſchloſſen, ihr Leben theuer zu verkaufen, ehe ſie in ihre Hände fielen.

Zum größten Glück hatte ich die Obriſtlieutenants⸗ beſtallung für die iriſche Brigade mit der Unterſchrift des Königs von Frankreich in der Taſche, worin erwähnt war, daß die genannte Brigade damals zur franzöſiſchen Armee in Italien gehörte und unter den Befehlen ſeiner katholiſchen Majeſtät in Italien ſtand.