476 f⸗
Unſere Schaluppe wurde hier ſogleich für gute Priſe erklärt und geplündert, wie ſich leicht voraußſehen ließ, ſobald man die Spanier, zumal in jener Gegend, kannte. Unſere Leute wurden zu Gefangenen gemacht und in das oͤffentliche Gefängniß geſchickt, waͤhrend man mich und den Capitain als Verbrecher vor den Alkademajor oder den Intendanten des Platzes ſchleppte.
Ich hatte unter dem König von Spanien in Italien gedient und ſprach daher gut ſpaniſch, was mir bei dieſer Gelegenheit ſehr zu Statten kam; denn ich ſetzte dem Al⸗ kade die Ungerechtigkeit der uns widerfahrenen Behand⸗ lung ſo eindringlich auseinander, daß er unumwunden zugeſtand, man hätte mich nicht anhalten ſollen, da ich mich auf offener See befand, meine Reiſe verfolgte, Nie⸗ mand beleidigt hatte und weder an irgend einem Theile der Beſitzungen ſeiner katholiſchen Majeſtät landete, noch zu landen verſuchte, bis man mich als Gefangenen auf ſpaniſchen Boden brachte.
Ich konnte von Glück ſagen, daß ich es wenigſtens ſo weit gebracht hatte; ich fand es jedoch leichter, die Anerkennung des Unrechts zu erwirken, als eine Genug⸗ thuung dafür zu erhalten, und auf eine Hoffnung oder Ausſicht auf Wiedererſtattung war gar keine Rede. Man bedeutete mir, ich müſſe zuwarten, bis man an den Bicekönig von Mexiko Bericht erſtattet und ſeine Befehle erhalten habe, wie in der Sache weiter zu verfahren ſey.
1,ͤ& 22
.„„———-,—.—, H


