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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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Ich trat unter dem Schutze des Schirms an das Fenſter und unterſchied die Geſichter der Anweſenden deut⸗ lich, wußte aber nichts aus ihnen zu machen, als daß es eben Schotten wären, was ſich leicht erkennen ließ. Es war mir indeß noch keine Beruhigung, ihre Geſichter nicht zu kennen; denn ſie konnten dem ungeachtet das meinige kennen— dem alten engliſchen Sprichwort zu Folge: „Der weiß mehr von Hans Narr, als Hans Narr von ihm weiß.“ Ich blieb alſo ruhig in meinem Gemache, bis ich vernahm, daß alle wieder fort waren.

Meine Frau verbreitete nunmehr im Haus die Kunde, daß ich krank ſey, und nach drei oder vier Tagen hüllte ich mein Bein in ein großes Stück Flanell, legte es auf einen Schemel und galt für gichtkrank. So trieb ich es ungefähr ſechs Wochen, worauf mir mein Weib ſagte, ſie hätte die Leuten glauben gemacht, mein Gliederweh ſey mehr rheumatiſcher als arthritiſcher Natur; ich ſey da⸗ her entſchloſſen, eine meiner Schaluppen zu nehmen und nach Nevis oder Antigua zu gehen und dort die heißen Bäder zu brauchen.

All dieß war ganz gut, und ich war mit dem Plane meiner Frau, mich anfangs acht oder zehn Wochen im Zimmer zu halten und dann ohne Aufſehen weiter zu gehen, vollkommen einverſtanden. Ich wußte aber immer noch nicht, auf was es abzielte; denn mein Weib verlangte,

daß ich alles ihr überlaſſe, was ich denn auch that; und Oberſt Jack. 11. 30