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daß wir uns mit einem Kapitalverbrechen abgäben, wofür wir nach Newgate geſchickt werden könnten— eine Ent⸗ deckung, welche ich dem Umſtande verdankte, daß ein großer Burſche unſerer Geſellſchaft, den man faſt unter die Männer zählen konnte, wegen ſeiner Streiche gehangen wurde. Dieſer Vorfall erfüllte mich mit einer wahren Todesangſt, wie der Leſer ſeiner Zeit hören wird.
Den Ueberredungskünſten des obgenannten Burſchen weichend, ging ich alſo mit ihm aus, und als einem un⸗ ſchuldigen armen Jungen— ich erinnere mich noch recht wohl meiner damaligen Gedanken— kam mir damals durchaus nichts Arges zu Sinne. Ich hatte in meinem Leben nie etwas geſtohlen, und wenn mir etwa ein Gold⸗ ſchmied ſeinen Laden anvertraute, ſo hätte mir meine Ehr⸗ lichkeit nicht erlaubt, nur einen Heller von dem haufenweiſe um mich liegenden Gelde anzurühren; aber der ſchlaue Ver⸗ ſucher lockte mich mit einem Köder, wie er für meine Jugend paßte, indem er mir den Taſchendiebſtahl als etwas Unver⸗ fängliches— als ein eigentliches Gewerbe vorſtellte, das ich erlernen ſollte. So wurde ich, ohne es zu wollen, ein Dieb und trieb mich lange auf dieſen nächtlichen Wegen herum, ohne daß ich das gewöhnliche Ziel derſelben, nämlich das Deportationsſchiff oder den Galgen, erreichte.
Mein Lehrer führte mich auf dem erſten Ausfluge un⸗ mittelbar nach der City, und da wir zuerſt die Flußſeite beſuchten, ſo ging er mit mir in die Halle des Zollhauſes.


