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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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Sache zu thun haſt, ſo iſt wenigſtens für das erſte Mal durchaus keine Gefahr für Dich zu befürchten. Werde ich auch aufgegriffen,“ fügte er bei,„ſo kann man Dir nicht zu Leibe, und man muß Dich frei ausgehen laſſen, da ich der Sache leicht eine Wendung geben kann, welche den Beweis führt, daß Du bei meinen Thaten nicht die Hand im Spiele hatteſt.“

So ließ ich mich endlich bereden, mit ihm auszuziehen. Ich fand indeß bald, daß mein neuer Freund ein qualificirter Jauner und kein gemeiner Taſchendieb war, da er ſich ſein Ziel weit höher als mein Bruder Jack ſteckte. Er war ein anſehnliches größer als ich, da ich trotz meiner fünfzehn Jahre zu den kleinen Jungen gehörte; und als ich ihm an⸗ fangs folgte, war ich mit der Natur meines Unterfangens ſo wenig bekannt, daß ich meine Betheiligung an ſeinen Streifzügen lange Zeit nicht einmal für ein Verbrechen anſah. Ich betrachtete die Beutelſchneiderei als ein eigent⸗ liches Gewerbe, in welchem ich jetzt die Lehrzeit durchzu⸗ machen vermeinte. Ich hatte dieſe Anſicht ſowohl meiner Jugend, als auch meinem kurzen Verkehr mit den Jaunern zu verdanken; aber ſelbſt ſpäter ſah ich in dem Ganzen nichts weiteres, als daß wir bei unſerer Fingerfertigkeit Gefahr liefen, im Falle des Ertapptwerdens unter die Pumpe zu kommen, womit dann alles abgemacht wäre— und was machten wir uns daraus, wenn unſere Lumpen auch ein wenig durchnäßt wurden? Erſt lange nachher erfuhr ich,