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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
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in Gemeinſchaft mit ihm zu arbeiten, damit ich mich eines gleichen Glückes zu erfreuen haben möchte.

Dieſe Zurückhaltung gegen mich wollte mir nicht recht gefallen. Ich wußte zwar im allgemeinen von ihm, daß ſich ſeine Betriebſamkeit auf das Leeren von anderer Leute Taſchen erſtreckte, und bildete mir wohl ein, daß die ganze Kunſt in einer leichten Hand und in einer großen Fertigkeit und Geſchwindigkeit beſtehe, meinte übrigens, daß dieß nicht allzuſchwer zu erlernen ſein dürfte. Auch hielt ich die Ge⸗ legenheit dazu für nicht gerade ſelten, da die Landleute, welche nach London kommen, thöricht genug find, über dem Gaffen alles andere zu vergeſſen, und ſo mochte nun das Handwerk mit keiner zu großen Gefahr verbunden und die Schule leicht durchzumachen ſein, wenn man nur einmal mit den Elementarbegriffen und der Art, mit der man es anzugreifen hatte, vertraut war.

Der Teufel iſt indeß ſchlau genug und zu allen Zeiten bereit, ſeine Diener zu ermuthigen; er beſeitigte alle Schwierig⸗ keiten und brachte mich in vertrauteſten Verkehr mit einem Taſchendiebe der Stadt, und der neue Verbündete trug Sorge dafür, daß ich glücklich in ſein Gewerbe eingeleitet wurde.

Er ſtand höher als die kleinen Jungen, welche wegen Kleinigkeiten und puren Tandes die Bartholomäimeſſe be⸗ ſuchten und ſich der Gefahr ausſetzten, für drei oder vier Schillinge vom Pöbel zerriſſen zu werden. Sein Streben

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