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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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Novo Zembla, keine Kälte darin ſpürt, weßhalb ſie ſich zu recht behaglichen Schlafſtätten eignen, die Aſche ausgenom⸗ men, die uns übrigens nicht im mindeſten beläſtigte.

Des andern Tages ging der Major abermals mit ſeinen

Kameraden aus und arbeitete gleichfalls mit gutem Erfolge,

wie ſie denn auch, ich weiß nicht wie viele Monate, ihr Gewerbe ungeſtört forttrieben. Major Jack wurde in Folge des Unterrichts und der Uebung ein ſo geſchickter Taſchen⸗ dieb, als nur irgend einer ſeiner Geſellſchaft, und machte geraume Zeit eine glänzende Carriere, die indeß zu lang iſt, als daß ich mich noch weiter damit befaſſen könnte, da ich jetzt auf meine eigene Geſchichte zurückkommen muß. Der Major verfehlte nicht, mich jeden Tag die Früchte ſeiner von Glück begünſtigten Betriebſamkeit ſehen zu laſſen, und war auch ſo gefällig, mir hin und wieder ein Sechs⸗ penceſtück, bisweilen auch einen Schilling zuzuwerfen. In⸗ zwiſchen hatte er ſich auch Kleider angeſchafft, die den Auf⸗ enthalt in den Aſchenlöchern nicht mehr geſtatteten, und ſich daher eine Geſellſchaftswohnung aufgeſucht, die ich gelegent⸗ lich näher beſchreiben werde; was aber mehr als alles war, er trug jetzt ein Hemd— ein Luxusartikel, den weder er noch ich ſeit drei Jahren und darüber gekannt hatten. Dieſe ganze Zeit über bemerkte ich, daß Major Jack, obgleich er ſein Gewerbe ſchwunghaft betrieb und ſtets gütig, ſogar großmüthig gegen mich war, indem er mir oft Geld

gab, mich doch nie einlud, ſeiner Geſellſchaft beizutreten oder