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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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Wir zogen ſogleich dieſe neuerworbenen Montirungs⸗ ſtücke an und gefielen uns nicht wenig darin; denn wir hatten ſeit langer Zeit keinen Strumpf beſeſſen, der an unſere Beine gepaßt hätte; auch befand ich mich ſehr be⸗ haglich in meinen warmen Strümpfen und in meinem Paar trockener Schuhe— Dinge, die ich faſt nur vom Hören⸗ ſagen kannte, ſo daß mir jetzt auf einmal in dem Bewußt⸗ ſein, ein Gentleman zu ſein, der Kamm ſchwoll, und ich der feſten Ueberzeugung lebte, es werde von nun an alles beſſer gehen. Als wir uns ſo herausſtaffirt ſahen, ſagte ich zu meinem Kameraden:„Höre, Major, wir beide, Du und ich, haben in unſerm Leben nie Geld beſeſſen und auch nie ein ordentliches Mittageſſen zu uns genommen. Wie wäre es, wenn wir hingingen und uns einige Lebensmittel ein⸗ kauften? Ich bin ſehr hungrig.“

„Ja, das wollen wir,“ entgegnete der Major;„ich bin gleichfalls hungrig.“ Und ſo begaben wir uns in eine Gar⸗ küche in Roſemarylane, wo wir uns nobel tractiren ließen und, meiner Anſicht nach, ganz wie Gentlemen zu leben anfingen; denn wir verzehrten daſelbſt für drei Pence Ochſen⸗ fleiſch, einen Pudding für zwei Pence, für einen Penny Back⸗ ſteinbrod und eine ganze Pinte ſtarkes Bier, was in allem ſieben Pence ausmachte. Wir erhielten dazu noch eine Schüſſel trefflicher Fleiſchbrühe in den Kauf. Am meiſten fühlte ſich

aber mein Herz entzückt, als das Mädchen und der Aufwart⸗ junge, ſo oft ſie an dem offenen Ställchen, in welchem wir