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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
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Penceſtück nebſt einem Schilling in lauter kleinen Münz⸗ ſorten. Dieſes Geſchenk war mir äußerſt willkommen, da ich— ein Gentleman, der nach meiner ganz richtigen An⸗ ſicht auch Geld haben mußte— in meinem ganzen Leben vorher nie über einen Pfennig zu gebieten gehabt hatte.

Ich war ſehr begierig, zu erfahren, auf welchem Wege der Major zu dieſem Reichthume gekommen war; denn ſein Antheil an dem Raube beſtand in ſieben Schillingen ſechs Pence in Geld, in dem filbernen Fingerhut und einem ſei⸗ denen Sacktuche, was natürlich für einen Menſchen, der, wie ich ſelber auch, früher nie über einen Schilling zu ge⸗ bieten gehabt hatte, ein großer Reichthum war.

„Und, was willſt Du jetzt damit thun, Jack?“ ſagte ich.—„Was ich damit thun will?“ entgegnete er;„zuerſt habe ich im Sinne, in eine Trödelbude zu gehen und mir ein Paar Schuhe und Strümpfe zu kaufen.“—„Das iſt recht,“ erwiederte ich;„ich will ein gleiches thun.“ Und ſo gingen wir zuſammen fort und kauften uns bei dem nächſten beſten Trödler zwei Paar Strümpfe, die zuſammen fünf Pence koſteten, und die ſo gut waren, daß ſie nur ſchlecht mit unſerem übrigen Anzug harmonirten.

Schwieriger fanden wir es, uns mit Schuhen zu ver⸗ ſehen, da wir in dieſer Beziehung etwas ekel waren; endlich aber fanden wir, was wir ſuchten, in einem wohlverſehenen Laden, wo wir ſechszehn Pence für zwei Paar Schuhe bezahlten.