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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
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zehnten Jahre zu eigen machte. Ich hatte indeß eine ſehr fertige Zunge und wußte mich, wo es galt, beſſer auszu⸗ drücken, als viele, die eine weit beſſere Schule genoſſen hatten.

Ich galt unter meinen Kameraden als ein kühner, ent⸗ ſchloſſener Junge, der alles auszukämpfen vermöchte. Ich ſelbſt jedoch hatte eine andere Anſicht von mir und vermied ſo viel möglich alle Balgereien, obgleich ich hin und wieder auch mit zu machen wagte und dabei nicht den kürzeren zog, da es mir nicht an Leibeskräſten und Behendigkeit gebrach. Oft half mir indeß die Zunge durch, wo die Fäuſte nicht hinreichten ein Vortheil, der mir damals als Knabe, wie auch ſpäter als Mann, gut zu ſtatten kam.

Ich war ſchlau und gewandt in meinem Gewerbe, weßhalb ich nicht ſo oft aufgefangen wurde, als meine Kameraden ich meine nämlich in meinen Knabenjahren; denn als Mann begegnete mir nicht ein einzigesmal ein ſolches Unglück. 4

Was mein Aeußeres betrifft, ſo läßt ſich von einem ſchmutzigen Glashüttenjungen, der in den Aſchenlöchern ſchlief und ohne Unterlaß in dem Straßenkoth herumſtampfte, nicht viel Erhebliches erwarten, was denn überhaupt auch bei uns allen der Fall war; das heißt, wir ſahen aus wie Stiefelwichſer, Bettelknaben, Strolche oder wie man es immer nennen mochte armſelig und erbärmlich im höch⸗

ſten Grade. Und doch erinnere ich mich, daß die Leute oft