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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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theilte er mit dem Capitän, jedoch nicht in der rohen und grauſamen Weiſe deſſelben, und mit Einem Worte es fehlte ihm nichts, als die Ehrlichkeit, um ihn zu einem ganz vortrefflichen Menſchen zu machen. Er hatte, wie ich, leſen gelernt, und da er ſehr gut ſprach, ſo wußte er auch ſeine Gedanken auf eine recht artige Weiſe ſchriftlich auszudrücken, wie wir ſpäter zu ſehen Gelegenheit haben werden.

Was des Leſers unterthänigen Diener, den Oberſt Jack, anbelangt, ſo war er ein lenkſamer, armer Wicht, der willig und fähig genug geweſen wäre, etwas zu lernen, wenn er nicht den Satan zum Lehrmeiſter gehabt hätte. Er wurde ſo früh in die Welt hinaus geworfen, daß er, als er ſchlimme Streiche zu verüben anfing, nicht einmal eine Ahnung von der Schlechtigkeit derſelben oder ihren etwaigen Folgen hatte. Ich erinnere mich noch ſehr gut, daß ich einmal wegen eines Diebſtahls, den ich übrigens nicht begangen hatte, vor Gericht geſtellt wurde, und daß ich mich dabei in einer Weiſe vertheidigte, welche nicht nur den Irrthum meiner Ankläger, ſondern auch die Wider⸗ ſprüche, in die ſie ſich verwickelt hatten, darthat. Der Friedensrichter ſagte mir, es wäre Schade, daß ich mich nicht mit etwas Beſſerem beſchäftigte, da man mich gewiß zu etwas anderem erzogen hätte; aber darin waren ſeiner Geſtrengen im Irrthum; denn ich hatte nie etwas anderes. gelernt, als Stehlen, Leſen und Schreiben etwa ausgenommen, und dieß waren Fertigkeiten, die ich mir ſchon vor meinem