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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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ſo ſtahl er, faſt noch ehe er ſprechen konnte, alles, was in den Bereich ſeiner Finger kam nicht nur bei ſeiner Mut⸗ ter, ſondern allenthalben; und auch wir, die wir doch ſeine Brüder und Gefährten waren, blieben nicht verſchont. Er war ein Erzſpitzbube; denn er verübte aus lauter Liebhaberei die allerheilloſeſten Streiche und hatte außerdem nicht den mindeſten Sinn für Ehrlichkeit ich meine, gegen die Genoſſen ſeiner Tücken, während doch ſonſt ſogar Diebe es zu einem Ehrenpunkte machen, unter ſich redlich zu ver⸗ fahren.

Der zweite, das heißt, der jüngſte John, verdankte nachſtehendem Umſtande den Namen Major Jack. Die Dame, welche ihn der Obhut unſerer Wärterin anvertraute, hatte ihr eingeſtanden, daß der Vater des Kindes ein Gardemajor ſei, deſſen Name jedoch geheim gehalten werden müſſe. Man nannte ihn daher anfangs John den Major, ſpäter den Major und endlich, als er Theil an unſeren Streif⸗ zügen nahm, Major Jack, um ihn den beiden andern Jacks anzupaſſen.

Major Jack war ein heiterer, launiger, angenehmer Knabe, mit gutem Verſtand beſonders in den Fingern ſteckte voll Witz und Späſſen und hatte etwas Gentleman⸗ artiges an ſich. Er war muthig, furchtlos und hätte, ohne ſich lange zu beſinnen, dem Tod ins Auge ſehen können; dabei zeigte er ſich aber, wenn ſich Gelegenheit dazu gab, als den edelmüthigſten und theilnehmendſten Jungen. Kampfluſt