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ſein ſollte. Ich weinte ſehr und wollte ſelber Capitän ſein, weil meine Amme mir geſagt hätte, daß ich ein Gentleman wäre, und daher durchaus Capitän ſein mußte. Die gute Frau beſchwichtigte mich, indem ſie mir zugab, daß ich ein Gentleman ſei und eben deßhalb auch über dem Capitän ſtehe; ich ſolle daher Oberſt heißen, was mehr als Capitän ſei;„denn, mein Lieber,“ ſagte ſie,„jeder Matroſe, wenn er auch nur das Commando über eine Preß⸗Smacke*) erhält, wird Capitän genannt; aber die Oberſten ſind Soldaten, und nur Gentlemen können Oberſt werden; außerdem,“ fügte ſie bei,„habe ich Oberſte gekannt, die Lords und ſo⸗ gar Generale wurden trotz ihrer unehelichen Abkunft, und Du ſollſt daher Oberſt heißen.“
Ich ließ mich vor der Hand hiemit beſchwichtigen, ob⸗ gleich mir die Sache nicht recht gefallen wollte, bis ich ſie eine Weile nachher zu ihrem eigenen Sohne ſagen hörte, ich wäre ein Gentleman, weßhalb er mich Oberſt nennen müßte. Ihr Sohn hub darauf zu weinen an und wollte ebenfalls Oberſt heißen. Dieß machte mir viel Vergnügen; denn jetzt wußte ich gewiß, daß der Oberſt mehr ſei, als der Capitän, und ich freute mich nicht wenig, eine ſo hohe Stellung einzunehmen. So allgemein wurzelt der Ehrgeiz in den Gemüthern des Menſchen, daß nicht einmal der Bettlerknabe davon frei iſt.
**) Ein kleines Fahrzeug, in dem die Preßmannſchaft gelandet wird.


