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Leben und Abenteuer des Capitäns Singleton / von Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
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arme Weib thun?4 Ich beſann mich eine Weile und erwie⸗ derte dann:Sie hat Dir fünf Pfund geſchickt trotz dem, daß ſie außer ſich ſelbſt vier Kinder alſo zuſammen fünf Perſonen zu ernähren hat. Eine ſolche Summe iſt für eine arme Frau in ihren Umſtänden ebenſoviel, als fünftauſend Pfund für uns, deßhalb ſende ihr einen Wechſel von dieſer Summe, und bitte ſie, ihre Ueberraſchung zu verbergen, bis ſie weitere Nachrichten von Dir bekomme; aber ihren Laden ſolle ſie aufgeben, dagegen irgendwo auf dem Lande, nicht weit von London, ein Haus miethen und dort, ohne großes Aufſehen zu machen, leben, bis ſie Weiteres von Dir höre. Wie ich merke, ſagte William,denkſt Du doch auch einigermaßen daran, Dich nach England zu wagen? Wahrhaftig, William, antwortete ich;Du biſt im Irrthum; aber es fiel mir ſo eben ein, daß Du einen Ver⸗ ſuch machen ſollteſt; was haſt Du denn gethan, weßwegen Du Dich dort nicht ſehen laſſen dürfteſt. Es wäre Unrecht von mir, wenn ich Dich von Deinen Verwandten entfernt halten wollte, blos um mir Geſellſchaft zu leiſten. William ſah mich mit einem Blick voll Liebe an. Nein, ſagte er;wir ſind ſo lange mit einander herum⸗ geſchifft und ſo weit mit einander gereist, daß ich entſchloſſen bin, mich nie von Dir zu trennen, ſo lange ich lebe, magſt Du auch Deinen Aufenthalt wählen, wo Du immer willſt. Was meine Schweſter betrifft, ſo kann ich ihr keine ſolche